Keine Kamelle für Nazis
„Keine Kamelle für Nazis“
Der Karneval ist bunt. So bunt wie die Logos unserer Organisationen auf dieser Pressemitteilung – und er gehört jedem Menschen, der an ein freies und offenes Miteinander glaubt. Das braune Gedankengut der sogenannten Jungen Alternativen hat weder im Karneval noch generell im Kreis Heinsberg einen Platz. Deshalb stehen wir als demokratische, politische Jugendorganisationen im Kreis Heinsberg geschlossen gegen diese Antidemokraten auf!
Tim Heinrichs (Vorsitzender Junge Union); Diese Aktion der JA war kein geselliges Karnevalsfeiern, sondern gezielte Propaganda, um junge, feierfreudige Karnevalisten für rechtes Gedankengut empfänglich zu machen. Dass eine Organisation, die selbst ihrer Mutterpartei zu rechtsradikal ist, so vorgeht, zeigt, warum eine Beobachtung durch den Verfassungsschutz notwendig ist. Die im Bericht der Heinsberger Zeitung veröffentlichten Hintergrundrecherchen zu den beteiligten Akteuren und ihren Ansichten zeigen, dass es ihnen nicht um Kamelle, Party und Spaß geht. Eine Gefahr für unsere Demokratie, unser Land und den Kreis Heinsberg!
Ida Reh (im Vorstand der Jusos Kreis Heinsberg); Das ist keine „kleine Sache“, die man einfach totschweigen oder gar als Aktion des „politischen Karnevals“ abtun kann. Dass sich Rechtsextreme mit einem derart offensichtlichen Branding am Rande von Karnevalszügen im Kreis verteilt in Stadtteilen und Dörfern inszenieren, in denen teilweise nicht mehr als 1000 Menschen leben, und sich dabei in diesem Maße sicher fühlen, wäre vor nicht allzu langer Zeit noch undenkbar gewesen. Karneval darf nicht von Rechtsextremen und ihren Ideologien unterwandert werden! Umso schöner ist es, dass sich so viele Menschen und auch Karnevalsvereine entschieden gegen diesen Hass positionieren. Wir fordern eine gesamtgesellschaftliche Verurteilung dieser Aktionen und einen bestimmten, lauten Aufschrei, der klar signalisiert: In unserem Kreis ist und wird für derartige Hetze kein Platz sein!
(Vorstand der JuLis); Als Junge Liberale gestehen wir natürlich jedem zu, gebührend Karneval zu feiern. Nur sollten sich insbesondere rechtspopulistische Narren (im Wortsinn!) darüber im Klaren sein, dass Mittelalterfeste nicht zwangsläufig dasselbe sind wie Karneval. Karnevalsgarden sind u.a. satirische Repliken auf das Militär des 19. Jahrhunderts. Da erscheinen bierernste militärische Ritterkostüme doch tatsächlich nicht gerade traditionsbewusst, wo man sich doch gerne als Möchtegern-Erben von Bismarck und Co auf deutsche Werte und Traditionen beruft. Für das nächste Jahr empfehlen wir als Kostümvorschlag den Rattenfänger von Hameln. Traditioneller und ehrlicher wäre dies alle Mal
Es zeigt sich einmal mehr, dass Rechtspopulisten in allen Lebenslagen mit nichts anderem als gemeingefährlichem Halbwissen glänzen können, selbst wenn sie nur Karneval „feiern“. Die Vertreter der JA haben sich mal wieder zum Narren gemacht!
Presseanfragen an: tim.heinrichs@ju-kreisheinsberg.de