Junge Union Heinsberg trotzt Politikverdrossenheit: Kreisverband wächst gegen den Trend
Heinsberg, 23. Januar 2026 – Mit einem klaren Signal gegen politisches Desinteresse hat die Junge Union (JU) im Kreis Heinsberg bei ihrer Mitgliederversammlung ein beachtliches Fazit gezogen: Trotz altersbedingtem Ausscheiden von über 200 Mitgliedern verzeichnet der Kreisverband heute mehr Mitglieder als vor zwei Jahren – ein Wachstum, das bundesweit seinesgleichen sucht.
Auf der Kreisgeschäftsstelle der CDU in Heinsberg versammelten sich rund 50 Mitglieder zur turnusgemäßen Neuwahl des Kreisvorstandes. Im Mittelpunkt stand die eindrucksvolle Bilanz der vergangenen zwei Jahre, die der Kreisvorsitzender Tim Heinrichs in seinem Rechenschaftsbericht präsentierte.
Gegen den Trend: Über 200 Neumitglieder gewonnen
“Allein diese Entwicklung zeigt, wie viel Arbeit und Engagement in unserem Verband steckt”, betonte Heinrichs, der mit überzeugender Mehrheit in seinem Amt bestätigt wurde. Die Zahlen sprechen eine deutliche Sprache: Der Kreisverband Heinsberg zählt fast 500 Mitglieder und ist damit in allen Stadt- und Gemeindeverbänden präsent – von Wegberg bis in den Selfkant.
“Wer tut’s, wenn nicht wir?” – Politik beginnt vor Ort
In seiner programmatischen Rede machte Heinrichs deutlich, worum es der JU geht: “Von Politikverdrossenheit kann definitiv keine Rede mehr sein. Junge Menschen wollen mitreden und mitgestalten.” Politik beginne nicht in Berlin oder Düsseldorf, sondern bei den vermeintlich banalen Themen – dem kaputten Radweg zur Schule, den Problemen in der Sporthalle, den kommunalen Baustellen.
Dabei scheute der wiedergewählte Kreisvorsitzende auch unbequeme Wahrheiten nicht: Mit Blick auf das alarmierende Wachstum der AfD bei der Kommunalwahl – von vier auf 52 Mandate im Kreis Heinsberg – mahnte er zur Verantwortung: “Wir müssen auch mal den Finger in die Wunde legen und Probleme offen ansprechen, auch gegenüber unseren eigenen Abgeordneten.”
Erfolgreiche Kampagnen mit bundesweiter Strahlkraft
Die JU Heinsberg hat in den vergangenen zwei Jahren bundesweit Akzente gesetzt: Die Debatte um einen vergünstigten Führerschein für Wehrdienstleistende, initiiert vom Kreisverband und beschlossen durch den Landesverband, mündete in eine bundesgesetzliche Regelung. Gemeinsam mit der Frauen-Union wurde zudem erfolgreich medial auf die Notwenigkeit eines Lachgasverbot hingewiesen. “Wir haben Reichweite erzeugt, Debatten angestoßen und Akzente gesetzt”, so Heinrichs.
Geschlossen in die Zukunft
Neben Tim Heinrichs als Kreisvorsitzendem wurden auch die beiden stellvertretenden Vorsitzenden Lena Dienhof aus Hückelhoven und Stefan Turnsek aus Heinsberg, Geschäftsführer William Murphy sowie Schatzmeister Lars Windeln und 18 Beisitzerinnen und Beisitzer in ihren Ämtern bestätigt.
Der neu gewählte Kreisvorstand blickt bereits auf die kommenden Herausforderungen: Die JU wird sich aktiv in die parteiinterne Aufstellung für die Landtagswahl 2027 einbringen. “Wir werden den Kandidatinnen und Kandidaten auf den Zahn fühlen”, kündigte Heinrichs an. Gemeinsam mit Thomas Schnelle für den Nordkreis will die JU die beiden Direktmandate im Kreis Heinsberg verteidigen.
“Mir liegt der Kreis Heinsberg so am Herzen, dass ich froh bin, diese Arbeit mit dem heute neu gewählten Kreisvorstand weiterzumachen”, schloss Heinrichs seinen Bericht – mit Leidenschaft, Freude und Demut für die Heimat, wie der 25-Jährige aus dem Selfkant betonte.